TU Berlin

Stabsstelle Sicherheitstechnische Dienste und UmweltschutzBetreiberpflichten in Tankanlagen

rote Person hinter einem grünen Blatt

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Pflichten der Betreiber von Tankanlagen

Stellen Sie bitte als erstes sicher, dass die organisatorischen Zuständigkeiten geregelt sind (Vor-Ort-Verantwortliche/n benennen).

Tankanlagen müssen den Grundsatzanforderungen genügen (Standsicherheit, Dichtheit, Kennzeichnung, Auffangraum und –volumen).

In der Nähe von Tankanlagen ab einem Volumen von 1.000 Liter muss eine Betriebsanweisung angebracht werden.

Eigenüberwachung in Tankanlagen

Beispiel für eine Seite in einem Prüfbuch
Lupe

Als Betreiber einer Tankanlage müssen Sie Eigenüberwachungsmaßnahmen durchführen:

  • Anlage sauber halten,
  • regelmäßige Kontrolle der flüssigkeitsführenden Teile auf Dichtigkeit,
  • regelmäßige Kontrolle aller Sicherheitseinrichtungen auf Unversehrtheit (Auffangraum) bzw. Funktionsbereitschaft (Leckanzeigegeräte) und
  • Reinigen von Dichtflächen.

Bitte dokumentieren Sie Ihre Eigenüberwachungsmaßnahmen und alle Sichtkontrollen in einem Prüfbuch (siehe Beispielseite) und bewahren Sie es vor Ort auf.

Weitere Betreiberpflichten in Tankanlagen

Weiterhin gehört zu den Betreiberpflichten:

  • regelmäßige Beauftragung von Wartungsarbeiten
  • Dokumentation der Eigenüberwachungsmaßnahmen und Wartungsarbeiten in einem Prüfbuch.
    Das Prüfbuch soll generell alle Aktivitäten und Beobachtungen, die im Zusammenhang mit der Tankanlage bestehen, beinhalten (z.B. Füllstandskontrollen, Tankvorgänge); ebenso Prüfprotokolle von Sachverständigenprüfungen und ggf. veranlasste Maßnahmen.
  • Überwachung des Befüll- oder Entleervorganges.
    Bitte überzeugen Sie sich als zuständige/r TU-Mitarbeitende/r vor Beginn der Arbeiten vom ordnungsgemäßen Zustand der dafür erforderlichen Sicherheitseinrichtungen. Sorgen Sie dafür, dass die zulässigen Belastungsgrenzen der Anlagen und der Sicherheitseinrichtungen beim Befüllen und Entleeren eingehalten werden.
  • Sachverständigenprüfung vor Inbetriebnahme oder bei Wiederinbetriebnahme
    Alle unterirdischen (unabhängig vom Volumen) und alle oberirdischen Anlagen für wasser-gefährdende Stoffe ab einem Anlagenvolumen von 1 m³ müssen vor ihrer Inbetriebnahme durch Sachverständige überprüft werden. Dies gilt ebenso vor Wiederinbetriebnahme einer Anlage nach mehr als einem Jahr Stillstand. Die Pflicht zur Sachverständigenprüfung besteht auch nach wesentlicher Änderung. Hierzu berät Sie SDU 21. Bitte setzen Sie sich daher mit SDU 21 und Abteilung IV C in Verbindung, sofern Sie eine Neuinstallation einer Tankanlage bzw. eine wesentliche Änderung an einer bestehenden Anlage vornehmen wollen.
  • wiederkehrende Sachverständigenprüfung
    Die Einhaltung der Prüffristen aller Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen an der TU Berlin wird durch die Führung des TU-internen Katasters und entsprechende Beauftragung von Sachverständigen, ggf. in Abstimmung mit SDU 21, von Abteilung IV C sichergestellt. Festgestellte Mängel müssen unverzüglich beseitigt werden.
  • Sachverständigenprüfung vor Stilllegung
    Alle unterirdischen Tankanlagen und alle oberirdischen Tankanlagen > 100 Liter sind vor einer beabsichtigten Stilllegung von einem Sachverständigen zu überprüfen, erst dann von einem Fachbetrieb zu verfüllen bzw. zu demontieren. Bitte melden Sie daher die beabsichtigte Stilllegung einer Anlage in Ihrem Verantwortungsbereich zunächst über Abteilung IV C zur Sachverständigenprüfung an.
  • Beachten der Fachbetriebspflicht bei Arbeiten an Anlagen
    Arbeiten an Anlagen mit einem Volumen ab 1.000 Liter sind grundsätzlich fachbetriebspflichtig. Ausnahmen von der Fachbetriebspflicht sind in § 20 VAwS geregelt; sie betreffen unter anderem Tätigkeiten, die keine unmittelbare Bedeutung für die Sicherheit der Anlagen haben (z.B. das Ausheben von Baugruben). Bitte lassen Sie sich die Fachbetriebseigenschaft des ausführenden Unternehmens nachweisen.

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