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TU Berlin

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Anforderungen an das Rückhaltevermögen für ausgetretene wassergefährdende Flüssigkeiten

Für den Fall, dass es zum Austritt wassergefährdender Flüssigkeiten kommt, muss ein ausreichend dimensionierter und flüssigkeitsdichter Rückhaltebehälter bzw. eine Wanne vorhanden sein.

Neu zu errichtende LAU-Anlagen für Stoffe der WGK 1 ab 1.000 Liter und für Stoffe der WGK 2 ab 100 Liter erfordern grundsätzlich einen Nachweis der Dichtigkeit (dicht nach TRwS 786) im Rahmen der behördlichen Eignungsfeststellung, z. B. Bauartzulassung oder Ü-Zeichen. Dies gilt auch, wenn an bereits bestehenden Anlagen dieser Kategorie wesentliche Änderungen vorgenommen werden.

Bei HBV-Anlagen (z.B. Hydraulikpresse, Werkzeugmaschine) und Altanlagen besteht keine Pflicht zum Nachweis der Dichtigkeit. Das bedeutet, dass hier Auffangwannen ohne Prüfzeichen oder auch selbst hergestellte Auffangwannen zum Einsatz kommen dürfen.

Angaben zum Rückhaltevermögen müssen in die Betriebsanweisung aufgenommen werden.

Anlagenarten und Anforderungen an das Rückhaltevermögen
Art der Anlage
Anforderungen an das Rückhaltevermögen
Tanklager
entspricht i.d.R. dem Volumen des jeweiligen Tanks (= das Volumen wassergefährdender Flüssigkeiten, das bei Betriebsstörungen freigesetzt werden kann, ohne dass Gegenmaßnahmen berücksichtigt werden) oder: doppelwandiger Behälter mit Leckanzeigegerät
Gebindelager
Auffangraum (z.B. Wanne) muss 10 % des Gesamtvolumens, mindestens den Rauminhalt des größten Behälters vollständig fassen unabhängig von der Wassergefährdungsklasse der lagernden Stoffe
Abfüll- und Umschlaganlagen
Rückhaltevolumen muss so groß sein, dass das Volumen, das bis zum Wirksamwerden geeigneter Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Absperren des undichten Anlagenteils oder Abdichten des Lecks) auslaufen kann, aufgefangen werden kann Ausnahmen für Abfüllanlagen mit geringer Befüll- oder Entleertätigkeit, z.B. §  Abfüllplätze von Heizölverbraucheranlagen (nur mit ausschließlich hierfür zugelassenen Straßentankwagen und Aufsetztanks unter Verwendung von selbständig schließenden Abfüllsicherungen und Grenzwertgebern) §  Abfüllplätze von Anlagen, bei denen aufgrund des Einsatzzweckes davon auszugehen ist, dass sie nicht mehr als ein Mal pro Jahr befüllt oder entleert werden (z.B. bei Notstromanlagen, Hydraulikanlagen, ölgefüllten Transformatoren)
Rohrleitungen
kein Rückhaltevolumen erforderlich, wenn durch geeignete andere Maßnahmen (z.B. erhöhte Anforderungen an Material und Dichtungen, verbesserte Überwachung, ausgearbeitete Maßnahmenpläne bei einer Leckage) ein vergleichbares Sicherheitsniveau erreicht werden kann

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