direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Energiesparlampen

Bei Beleuchtungsfragen hat sich inzwischen die Leuchtdiode (LED) weitgehend durchgesetzt: Energiesparend und weitgehend umweltfreundlich - auf jeden Fall gegenüber der Technolgie der Leuchtstofflampen. Bei Neuanschaffung ist ein Leuchtmittel mit LED auf jeden Fall einer Leuchtstofflampe vorzuziehen. Doch es sind immer noch sehr viele sogenannte „Energiesparlampen“ und „Neonröhren“ im Einsatz, die häufig schädliches Quecksilber enthalten.

Quecksilber in Energiesparlampen

Lupe

Für Energiesparlampen hat die EU den maximal zulässigen Wert für Lampen mit einer Leistung unter 50 Watt auf 3,5 Milligramm (mg) Quecksilber pro Lampe begrenzt. Ab 1. 1. 2013 gilt für Energiesparlampen mit einer Leistung unter 30 Watt ein Grenzwert von 2,5 mg.

Viele Lampen kommen bereits mit rund 1 mg Quecksilber aus. Der Marktaufsicht der Bundesländer obliegt die Aufgabe, die Einhaltung dieser EU-Grenzwerte zu überwachen.

Quecksilberemissionen nach einem Lampenbruch

Lupe

Unterschiedliche Studien zur Bewertung eines Gesundheitsrisikos durch Quecksilberemissionen beim Bruch von Energiesparlampen (Maine Institute of Environmental Protection (2008), Messungen deutscher Hersteller, Umweltbundesamt (2010 – 2011), Bayerisches Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, französische Verbraucherschutzkommission) liefern folgende Ergebnisse:

  • bei Lampenbruch wird Quecksilber freigesetzt,
  • die Quecksilber-Raumluftbelastungen unterliegen einer hohen Schwankungsbreite auch in Abhängigkeit vom untersuchten Lampentyp und
  • die Bedeutung des Lüftens sofort nach Bruch einer Lampe ist hoch.

Die Ergebnisse des Umweltbundesamtes zeigen, dass die Quecksilberkonzentrationen in der Raumluft nach Bruch der Lampen durch sofortiges Lüften und anschließendes Wegräumen der Scherben schnell sanken bis deutlich unter den RW-II-Wert, überwiegend sogar unter den RW-I-Wert (RW-II: Eingreifwert aus gesundheitlicher Sicht, RW-I: keine Gesundheitsgefahr auch bei lang andauernder Exposition).

Das Lüften für ca. 15 Minuten ist dabei entscheidend, um die Quecksilberbelastung in der Raumluft nach Bruch einer Energiesparlampe rasch zu senken und bildet daher ein zentrales Element der Empfehlungen des UBA zum Umgang mit zerbrochenen Energiesparlampen.

Weitergehende Informationen finden Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3964.pdf

Nach oben

Was ist zu tun, wenn eine Energiesparlampe zerbricht?

Lupe

Beim Zerbrechen von Energiesparlampen gelangt Quecksilber in die Umgebungsluft. Der Quecksilbergehalt in der Raumluft ist unmittelbar nach dem Zerbrechen am höchsten.

Bei einem Lampenbruch müssen Sie wissen, wodurch eine Quecksilberbelastung in der Raumluft schnell auf ein risikofreies Niveau gesenkt werden kann.

Beachten Sie daher bitte die folgenden – auf einer Publikation des Umweltbundesamtes basierenden - Empfehlungen, wenn Sie es mit einer zerbrochenen Energiesparlampe zu tun haben:

  1. Wenn die Lampe in einer Leuchte zerbrochen ist, trennen Sie zuerst die Leuchte vom Stromnetz, um Stromschläge zu vermeiden.
  2. Stoßlüftung für  mindestens 15 Minuten und Raum verlassen! Heizung/Klimaanlage ausschalten.
  3. Fenster beim anschließenden Reinigen geöffnet lassen. Keinen Staubsauger verwenden!
  4. Glassplitter mit Karton oder steifem Papier zusammenkehren, dabei Gummihandschuhe tragen. Stücke in ein Schraubglas oder anderes luftdicht verschließbares Gefäß geben.
  5. Bei glatten Böden: Staub und restliche Glassplitter mit feuchten Papiertüchern aufwischen und diese ebenfalls in das Schraubglas geben
  6. Bei textilen Böden: Splitter und Stäube mit Klebeband aufnehmen, ebenfalls in das Gefäß geben.
  7. Staubsauger nur als letzte Reinigungsmaßnahme und wenn die Oberfläche keine andere Wahl lässt verwenden. Während des Staubsaugens die Fenster geöffnet halten. Staubsaugerbeutel und Feinstaubfilter in Plastiktüte geben und verschließen, im Anschluss in den Restmüllbehälter.
  8. Reinigungsutensilien und Gummihandschuhe in Plastiktüte geben und verschließen, im Anschluss in den Restmüllbehälter.
  9. Schraubglas mit Scherben als gefährlicher Abfall „Mit Chemikalien kontaminierte Betriebsmittel“ an der nächsten Sammelstelle der TU entsorgen (siehe Merkblatt Nr. 7.2 Abfallregelung der TU Berlin, zum Download in der rechten Randspalte).
  10. Im Anschluss an alle Reinigungsmaßnahmen noch einige Zeit lüften. Danach die Hände gründlich waschen.

Weitergehende Informationen finden Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3964.pdf.

Nach oben

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Kontakt:

Kontakt:

SDU
Tel 030 / 314-28888

Ansprechpartner/in bei SDU

Ihre Ansprechpartner/-innen bei SDU:

Ansprechpartner/in Walther, Marianne (SDUL)

Marianne Walther v. Loebenstein
(030) 314 - 22531
Gebäude CAR
Raum CAR 120

Ansprechpartner/in Goldau, Kerstin (SDU21)

Kerstin Goldau
(030) 314 - 21467
Gebäude CAR
Raum CAR 027

Download:

Download: