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TU Berlin

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Unfallinformationen für Praktikanten u.a.

Informationen für:

1. Praktikant
2. Diplomanden, Doktoranden, Stipendiaten
3.
Drittmittelbeschäftigte
...

7. Versicherung im Ausland

 

1. Was ist ein Praktikant?
Eine gesetzliche Begriffsbestimmung gibt es nicht. Allgemein wird der Begriff "Praktikant" auf eine Person angewandt, die in einem Betrieb, einem Unternehmen, einer Einrichtung oder Verwaltung praktische Kenntnisse und Erfahrungen für eine Berufs(aus)bildung erwirbt. Das Praktikum hat den Zweck, Erfahrungen zu sammeln. Diese sollen die Ausbildung in einem Hauptberuf vorbereiten, unterstützen oder vervollständigen, ohne alle Bedingungen für eine Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes zu erfüllen.

1.1. Was haben die Praktikanten zu tun, wenn etwas passiert?

Teilen Sie bitte auch immer der/dem behandelnden Ärztin/Arzt (auch Zahnärzten!) mit, dass es sich um einen Unfall im Zusammenhang mit dem Studium an der TUB handelt.
Ihre Krankenversicherungskarte bzw. Angaben zu Ihrer privaten Krankenversicherung sind dann nicht erforderlich, denn Ärzte und Krankenhäuser müssen in dem Fall direkt mit der Unfallkassse Berlin abrechnen.

1.2 Sind Praktikanten der Berufsgenossenschaft zu melden?

Nein, in der gesetzlichen Unfallversicherung ist ohne Anmeldung und ohne Antrag (kraft Gesetzes) versichert, wer die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt.

1.3 Wann ist ein Praktikant versichert?

Praktikanten sind versichert, wenn sie den Weisungen des Unternehmers über

  • die tägliche Arbeitszeit,
  • die Art ihrer Tätigkeit und
  • den Einsatzort Folge leisten müssen ...sowie in
  • die Arbeits- und Ablauforganisation eingegliedert sind.

Vertragliche Vereinbarungen (schriftlich oder mündlich) oder das Zahlen eines Entgeltes sind dabei nicht erforderlich. Für die Begründung eines Versicherungsverhältnisses sind die tatsächlichen Verhältnisse der ausschlaggebende Faktor. Praktikanten stehen nicht in einem Arbeitsverhältnis zum Praktikumsbetrieb; arbeitsrechtliche Vorschriften wie zum Beispiel über die Kündigung oder Vergütung sind auf Praktikanten nicht anwendbar. Der Gesetzgeber betrachtet trotzdem neben der klassischen Beschäftigung in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis auch den Erwerb beruflicher Kenntnisse, Fertigkeiten oder Erfahrungen im Rahmen betrieblicher Berufsbildung als versicherte Beschäftigung nach § 7 Abs. 2 Sozialgesetzbuch IV. Praktikanten sind daher ebenso versichert wie Arbeitnehmer und Auszubildende: ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Höhe ihres Einkommens und unabhängig davon, wie lange das Praktikum dauert.

1.4 Welcher Unfallversicherungsträger ist im Schadensfall zuständig?

Grundsätzlich gilt, dass der Unfallversicherungsträger für die Bearbeitung und Entschädigung eines Versicherungsfalles von Praktikanten einzutreten hat, der auch für den Betrieb zuständig ist, im Falle der TU-Berlin die Unfallkasse Berlin (UKB).

1.5 Muss das Unternehmen für den Praktikanten Beitrag zahlen?

Maßgeblich für die Zahlung von Beiträgen ist das jährliche Entgelt. Wird dem Praktikanten ein Entgelt oder eine Vergütung gezahlt, sind entsprechende Beiträge zu zahlen. Arbeitet der Praktikant ohne Entgelt, ergibt sich de facto eine beitragsfreie Versicherung.

1.6 Gibt es für Praktikanten Beschränkungen im Unfallversicherungsschutz?

Nein, versichert sind neben der eigentlichen Tätigkeit im Betrieb auch die Wege zu und von der Praktikumsstelle.

1.7 Schüler als Praktikanten
Versichert sind Schüler, die auf freiwilliger Basis ohne mittelbare und unmittelbare Anweisung und Aufsicht der Schule in einem Betrieb tätig werden. Darunter fallen neben den Praktika auch die klassischen Ferienjobs. Stellt der Betrieb der Schule Praktikumsplätze zu Verfügung, führt aber in eigener Regie das Praktikum durch, so besteht für den Praktikanten Unfallversicherungsschutz durch die Berufsgenossenschaft, die für den Betrieb zuständig ist. Bei den Betriebspraktika, die hingegen von der Schule organisiert und als Schulveranstaltung zu werten sind, bildet das Praktikum einen Bestandteil der Schulausbildung. Diese Praktika sind dem Unfallversicherungsträger zuzuordnen, der für die Schule zuständig ist.

1. 8 Studierende als Praktikanten

Ein Student oder eine Studentin, der oder die im Praktikum praktische Kenntnisse und Erfahrungen erwerben will, ist über den Betrieb bei dem zuständigen Unfallversicherungsträger versichert. Der "Betrieb" kann auch eine andere Hochschule sein. Voraussetzung: Er ist in den Betrieb (dem Fachgebiet an der Hochschule) eingegliedert, also weisungsgebunden hinsichtlich Zeit, Art, Ort und Dauer der Tätigkeit. Das Praktikum kann aber auch Bestandteil des Studienganges sein; dann hat die Hochschule keine unmittelbaren Einflussmöglichkeiten auf die Durchführung sowie den auf den Ablauf der Praktika. Die Studierenden gliedern sich während des Praktikums in den Betriebsablauf ein und erfüllen somit die Voraussetzungen für abhängig Beschäftigte nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII. Für den Versicherungsschutz ist zuständig der für das Praktikumsunternehmen zuständige Unfallversicherungsträger.


2. Diplomanden, Doktoranden und Stipendiaten
Für Diplomanden, Doktoranden und Stipendiaten, die kein arbeitsvertragliches Verhältnis mit der TUB haben und auch nicht als Studenten an der TUB eingeschrieben sind, sich aber zur Fertigstellung ihrer Diplomarbeiten, Promotion, etc. im Auftrag oder mit Zustimmung des entsprechenden Fachgebietsleiters an der TUB aufhalten, wird der Versicherungsschutz für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten während ihres Aufenthaltes in der TUB gewährt, nicht jedoch für den Wegeunfall lt. §22 d und e Satzung der Unfallkasse Berlin (UKB).
Dieses wird nach telefonischer Auskunft damit begründet, dass in der Regel Arbeitsbeginn und Arbeitsende (und teilweise auch der Arbeitsort) für diese Personengruppen vertraglich nicht eindeutig definiert sind.

3. Drittmittelbeschäftigte: Personen, die von einem Hochschullehrer oder einer Hochschullehrerin aufgrund eines Privatdienstvertrages angestellt sind und im Rahmen eines Forschungsuaftrages aus Mitteln Dritter bezahlt werden, sind als Beschäftigte versichert. Verantwortlich für die unfallversicherungsrechtliche Absicherung ist nicht die Hochschule, sondern der "Beschäftigungsgeber".

4. Gastdozenten: Sie erhalten einen Lehrauftrag. Versicherungsschutz besteht über die für das entsendende Unternehmen zuständigen Unfallversicherungsträger.

5. Graduiertenkollegs: Das können Diplomanden, Doktoranden, Studierende und Professoren von anderen Universitäten sein. Sofern die Kollegiaten nicht ihren eigenen Versicherungsschutz "mitbringen", kann Unfallversicherungsschutz über die Hochschule nach § 2 Abs. 2 Satz 1 SGB VII bestehen. Voraussetzung ist, dass sie wie ein Beschäftigter für die Hochschule tätig werden und ihrer Tätigkeit ein wirtschaftlicher Wert zukommt.

6. Gastwissenschaftler: Gegenstand der Vertragsbeziehung kann die Durchführung eines bestimmten Forschungsprojektes sein. Ein Freiraum für eigene Forschungstätigkeiten im Umfang von 30 % der Arbeitszeit wird eingeräumt. Versicherungsschutz besteht nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII. Anders ist die Rechtslage bei Gastw., denen die Hochschule lediglich durch "Gestattungsvertrag" die Nutzung von Räumlichkeiten und Einrichtungen für die Durchführung eigener Forschungsprojekte erlaubt. Hier kann Versicherungsschutz über die Hochschule nur dann begründet werden, wenn die Arbeit des Gastw., d. h. die Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit, wesentlich der gastgebenden Hochschule zugutekommen.

7. Versicherung im Ausland: Ist wegen der verschiedenen rechtlichen Voraussetzungen vom Sachverhalt abhängig. Siehe www.dguv.de unter "Internationales". Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung im Ausland gibt es unter www.dvka.de.

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