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TU Berlin

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Brandlastfreie Flucht- und Rettungswege

Fluchtweg Treppenhaus
Fluchtweg Treppenhaus
Lupe

Jederzeit bemüht sich SDU auf die Notwendigkeit brandlastfreier Flucht- und Rettungswege hinzuweisen und dahingehend zu beraten.

Diese Aufgabe kann sinnvoll und praktikabel nur mit der Unterstützung der Nutzer bewältigt werden.

Legitimer Weise erfolgt in diesem Zusammenhang oft die Frage nach dem Warum.

Grundlage

Der Grund liegt einerseits in der Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen, andererseits aus der originären Notwendigkeit, Leben und Gesundheit aller Nutzer der Gebäude der TU Berlin zu schützen.

Rechtliche Grundlage, z. B.:

  • Bauordnung Berlin
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Arbeitsstättenrichtlinien ASR A2.3
  • Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (Betriebsverordnung).

Auszüge finden Sie am Ende.

Brandsicherheitsschau

Leider finden sich in diesen Vorschriften keine ausdrücklichen Aussagen zur zwingenden Notwendigkeit von Brandlastfreiheit in den Flucht- und Rettungswegen. Dennoch werden diese aufgeführten Vorschriften von der Bauaufsicht und der Berliner Feuerwehr derart ausgelegt, dass eine Brandlastfreiheit herzustellen und beizubehalten ist. Überprüft wird dies z. B. bei Brandsicherheitsschauen, die von den Bauaufsichtsbehörden  durchgeführt werden. Aufgrund der Betriebsverordnung wird sie jetzt regelmäßig auch in Hochschulen erfolgen. Dort ist im § 5 Absatz 2 festgelegt, dass eine Brandsicherheitsschau mindestens innerhalb von 5 Jahren in Hochschulen durchzuführen ist.

Die Erfahrungen aus bereits durchgeführten Brandsicherheitsschauen in ähnlichen Einrichtungen wie der TU Berlin hat gezeigt, dass selbst kleinere brennbare Produkte aus den Flucht- und Rettungswegen entfernt werden müssen.

Schutzziel

Schutzziel ist die vorbeugende Abwehr von durch Brände entstehenden Gefahren, die von baulichen Anlagen ausgehen und im Schadenfall die Sicherheit von Personen oder der baulichen Anlagen bedrohen.

Dies beinhaltet im Besonderen die Aufrechterhaltung der  Nutzbarkeit von Fluchtwegen, damit im Gefahrenfall ein Verlassen des Gebäudes jederzeit gefahrlos und schnell möglich ist.

Diese Möglichkeit kann durch die Einbringung von brennbaren Materialien unter Umständen ver- oder behindert werden.

Flucht- und Rettungswege sollen eine Garantie für ein gefahrloses Verlassen bieten.

Werden in diesen Wegen brennbare und beim Brand Rauch und/oder Wärme entwickelnde Dinge (Brandlasten) eingebracht, ist die Nutzbarkeit dieser Wege nicht mehr sichergestellt.

Ein Verbleiben von brennbaren Stoffen wird nur dann toleriert, wenn diese so abgeschottet sind, dass von ihnen keine Brandgefahr ausgeht. Dies kann z. B. durch spezielle Vitrinen oder Bilderrahmen erfolgen.

Rechtliche Grundlagen

Recht
Recht
Lupe

Bauordnung Berlin

§ 14 Brandschutz
Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

§ 35 Notwendige Treppenräume, Ausgänge
(5) In notwendigen Treppenräumen und in Räumen nach Absatz 3 Satz 3 müssen
1. Bekleidungen, Putze, Dämmstoffe, Unterdecken und Einbauten aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen,

§ 36 Notwendige Flure, offene Gänge
(1) Flure, über die Rettungswege aus Aufenthaltsräumen oder aus Nutzungseinheiten mit Aufenthaltsräumen zu Ausgängen in notwendige Treppenräume oder ins Freie führen (notwendige Flure), müssen so angeordnet und ausgebildet sein, dass die Nutzung im Brandfall ausreichend lange möglich ist.

(6) In notwendigen Fluren sowie in offenen Gängen nach Absatz 5 müssen
1. Bekleidungen, Unterdecken und Dämmstoffe aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen,
2. Wände und Decken aus brennbaren Baustoffen eine Bekleidung aus nichtbrennbaren Baustoffen in ausreichender Dicke haben.

 

Arbeitstättenverordnung

§ 4 Arbeitstättenverordnung
Besondere Anforderungen an das Betreiben von Arbeitsstätten
(4) Verkehrswege, Fluchtwege und Notausgänge müssen ständig freigehalten werden, damit sie jederzeit benutzt werden können. Der Arbeitgeber hat Vorkehrungen zu treffen, dass die Beschäftigten bei Gefahr sich unverzüglich in Sicherheit bringen und schnell gerettet werden können

 

Arbeitsstättenrichtlinien ASR A2.3

Nr. 4 (2) Fluchtwege, Notausgänge und Notausstiege müssen ständig freigehalten werden, damit sie jederzeit benutzt werden können

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

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Auxiliary Functions

SDU
Tel 030 / 314-28888

Ansprechpartner/in bei SDU

Ihre Ansprechpartner/-innen bei SDU:

Ansprechpartner/in Stojenthin, Axel (SDU31)

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(030) 314 - 21719
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Room CAR 007