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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen

Gefährdungsbeurteilung: Laserstrahlung

Gefährdungsbeurteilung Laserschutz
Lupe

Vor Beginn von Tätigkeiten muss der*die Arbeitgeber*in (= Führungskraft mit Arbeitgeberverantwortung, z.B. Fachgebietsleitung) grundsätzlich eine Gefährdungsbeurteilung durchführen (§5 ArbSchG). Beim Betrieb von Lasern sind dabei folgende Gefährdungen zu berücksichtigen:

  • Gefährdung für Auge und Haut durch direkte oder reflektierte Laserstrahlung
  • Elektrische Gefährdung
  • Brand- und Explosionsgefährdung
  • Gefährdung durch Blendung (als Ursache für Sekundärunfälle z.B. durch Stolpern)
  • Gefährdung durch Entstehung von Gefahrstoffen (z.B. bei Materialbearbeitung)

Wird bei der Gefährdungsbeurteilung festgestellt, dass Gefährdungen der Beschäftigten vorliegen, müssen geeignete technische, organisatorische oder persönliche Schutzmaßnahmen in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt und umgesetzt werden (z.B. Einhausung des Strahlengangs, Verwendung von Laserschutzbrillen). Die Wirksamkeit der festgelegten Schutzmaßnahmen muss durch die Führungskraft mit Arbeitgeberverantwortung (z.B. Fachgebietsleitung) überprüft werden. Die Gefährdungsbeurteilung ist bei wesentlichen Veränderungen anzupassen und regelmäßig zu überprüfen (gemäß §3 (3) OStrV). SDU empfiehlt die Aktualität der Gefährdungsbeurteilung jährlich zu prüfen und die Prüfung zu dokumentieren. Die Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage für die Erstellung von Betriebsanweisung und die Unterweisung.

Die Führungskraft mit Arbeitgeberverantwortung (z.B. die Fachgebietsleitung) wird bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung durch den*die Laserschutzbeauftragte*n unterstützt. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung sollte SDU fachkundig beratend hinzugezogen werden. Kopien der Gefährdungsbeurteilung sollten zur Plausibilitätsprüfung an SDU gesandt werden (sdu@tu-berlin.de). Die originale Gefährdungsbeurteilung verbleibt vor Ort beim Betreiber (z.B. Fachgebietsleitung) der Lasereinrichtung.

SDU stellt folgende Vorlagen für Gefährdungsbeurteilungen zur Verfügung:

In den Vorlagen sind viele typische Gefährdungen und Schutzmaßnahmen aufgeführt, die für die Lasereinrichtung angepasst werden müssen. So können zusätzliche Gefährdungen z. B. durch Lärm vorhanden sein. Die aufgeführten Schutzmaßnahmen treffen nicht auf alle Lasereinrichtungen zu. Es muss eine geeignete Auswahl getroffen werden. Gegebenenfalls müssen weitere Maßnahmen ergänzt und organisatorische Regelungen konkretisiert werden.

Schutzmaßnahmen

In den Vorlagen zur Gefährdungsbeurteilung sind eine Reihe von typischen Schutzmaßnahmen aufgeführt. An dieser Stelle werden einige Hinweise zur Umsetzung einiger dieser Schutzmaßnahmen gegeben.

Schutzwände und Abschirmung:

Die Schutzwände müssen schwer entflammbar sein und der verwendeten Laserstrahlung standhalten. Die Anforderungen an Schutzwände und Abschirmungen sind in den folgenden DIN-Normen beschrieben:

  • DIN EN 60825-4: Sicherheit von Lasereinrichtungen - Teil 4: Laserschutzwände
  • DIN EN 12254: Abschirmungen an Laserarbeitsplätzen - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfung

Werden Laserschutzabschirmungen im Eigenbau angefertigt, sollten diese ebenfalls den Normen entsprechen. Wer die Laserabschirmung selber baut, wird zum Hersteller und ist somit für die Sicherheit der gesamten Anlage verantwortlich.

Sollen zur Abschirmung Wände in vorhandene Räume eingezogen werden, ist Abteilung IV rechtzeitig einzubeziehen!

Persönliche Schutzausrüstung (PSA):

Lupe

Laserstrahlung kann Augen und Haut schädigen. Für den Schutz der Haut müssen, wenn nötig, entsprechende Schutzhandschuhe und Schutzkleidung  zur Verfügung stehen. Bei den üblichen Anwendungen im Forschungsbereich an der TU Berlin ist besonders der Augenschutz zu berücksichtigen. Für den Schutz der Augen, wenn andere technische und organisatorische Maßnahmen nicht ausreichen, werden Laserschutzbrillen verwendet:

Laserschutzbrillen

Beim Umgang mit Lasern gehören Laserschutzbrillen zwingend zur Persönlichen Schutzausrüstung. Die Laserbrillen müssen für den Laser entsprechend seiner Parameter und der genutzten Wellenbereiche ausgesucht werden.

Zu unterscheiden ist zwischen Vollschutzbrillen und Justierschutzbrillen. Vollschutzbrillen filtern das Laserlicht komplett weg, während Justierschutzbrillen das Laserlicht so abschwächen, dass es das menschliche Auge nicht schädigt. Die Anforderungen an Laserschutzbrillen sind in den Europäischen Normen EN 207 (für Vollschutzbrillen) und EN 208 (für Justierschutzbrillen) festgelegt.

Eine Hilfe bei der Auswahl der richigen Laserschutzbrille bietet die DGUV Information 203-042. Im PSA-Kernsortiment der TU Berlin sind keine Laserschutzbrillen enthalten. Sie können ohne Absprache mit SDU bestellt werden. Wir stehen aber auch gerne für eine Beratung zur Verfügung.

Kennzeichnung und Warnleuchte

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Kennzeichnung von Laserbereichen

Die für die Kennzeichnung von Laserbereichen erforderlichen Schilder erhalten Sie mittels einer Bedarfsmeldung über den CAFM-Servicebriefkasten aus der Zentralwerkstatt.

Warnleuchten

Warnleuchten an den Zugängen zu Laserbereichen, die den Einschaltzustand des Lasers anzeigen, sind sehr wirkungsvoll, um Unbefugte vom Betreten des Laserbereichs fernzuhalten. Idealerweise sind diese Warnleuchten elektrisch mit dem Einschalten des Lasers gekoppelt.

Elektrische Prüfung von Lasern

Laser sind elektrische Betriebsmittel, die entsprechend wie alle anderen ortsveränderlichen, elektrischen Betriebsmittel im Labor oder der Werkstatt regelmäßig geprüft werden müssen (Siehe dazu AUM 1.2 „Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel“).

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Tel 030 / 314-28888

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Jörn Hüffner
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