TU Berlin

Stabsstelle Sicherheitstechnische Dienste und UmweltschutzLaser

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Laser

Hinweise zu Laser

Lupe
  • Laser müssen vom Hersteller entsprechend ihrem Gefährdungspotential in Laserklassen eingeteilt werden, aufsteigend von Klasse 1 (ungefährlich) bis Klasse 4 (sehr gefährlich).
  • Für den Betrieb von Lasern der Klasse 3R, 3B oder 4 muss ein/e Laserschutzbeauftragte/r schriftlich bestellt werden, s. SDU-Vordruck.
  • Der direkte Laserstrahl von Lasern der Klasse 4 ist so weit wie möglich umschlossen zu halten.
  • Laserstrahlung der Klasse 3R, 3B oder 4 ist besonders gefährlich. Oftmals ist der entstehende Laserbereich nicht leicht erkennbar.
  • Abschirmungen für Laserstrahlung müssen für den entsprechenden Laser geeignet sein, d. h. sie müssen ausreichend standfest, schwer entflammbar sein und die Laserstrahlung auf die Expositionsgrenzwerte (MZB-Werte, Maximal zulässige Bestrahlung) abschwächen.
  • Lasereinrichtungen zur Datenübertragung durch den freien Raum dürfen nur so betrieben werden, dass Personen nicht gefährdet werden.
  • Bei Wartungs- und Justierarbeiten, bei denen Laserstrahlung oberhalb der Expositionsgrenze (MZB-Werte)(typisch: Klasse 3 R, 3B oder 4) auftreten kann, muss mit Augenschäden gerechnet werden. Tragen Sie die für jeden Laser spezifische Laserschutzbrille nach DIN EN 207.
  • Bei der Justierung bzw. Beobachtung von sichtbarer Laserstrahlung müssen Laser-Justierbrillen gemäß DIN EN 208 getragen werden, die die Laserstrahlungswerte am Auge auf Klasse 2 reduzieren.
  • Neben der Strahlungsgefahr muss auch die spezifische Brand- und Explosionsgefahr des Lasers gebannt werden.
  • Auch im Laserbereich müssen der vorbeugende Brand- und Explosionsschutz beachtet werden.

Goldene Regeln für einen sicheren Betrieb von Laser

1.      Möglichst Klasse 1-Laser verwenden

2.      Laser möglichst kapseln

3.      Warnzeichen und Hinweise anbringen und beachten

4.      Augenschutz benutzen

5.      Auf Brand- und Explosionsschutz achten

6.      Alle Sicherheitsfragen bitte mit dem Laserschutzbeauftragten abstimmen

7.       Laserbestand regelmäßig (mindestens jährlich) bei SDU melden

Merkblätter zu Laser

Bei Verletzung der Augen durch einen Laserstrahl: Fluoreszenzangiographie

Im Seminar am 19.04.2016 für Laserschutzbeauftragte "Lasereinsatz im Forschungslabor" wurde vom Seminarleiter, Herr Zgoda u.a. dringend empfohlen, bei einer vermuteten Augenverletzung durch einen Laserstrahl schnellstmöglich bei einem Augenarzt eine Fluoreszenzangiographie (bildgebendes Verfahren zur Diagnostik von Erkrankungen des Augenhintergrundes) durchführen zu lassen.

Abweichend von den Notruf-Tafeln sollte hierzu, wie jetzt von BÄD empfohlen wurde, eines der nachfolgend aufgeführten Krankenhäuser aufgesucht werden:

  • Charité Campus Virchow-Klinikum
    Augustenburger Platz 1
    13353 Berlin
    Sekretariat Augenklinik
    Telefon: 450 554 018
    Rettungsstelle: 450 552 000
  • Schlosspark Klinik
    Heubnerweg 2
    14059 Berlin
    Sekretariat Augenheilkunde
    Telefon: 3264-1252
  • St. Gertrauden Krankenhaus
    Paretzer Straße 12
    10713 Berlin
    Sekretariat Augenheilkunde
    Telefon: 8272 – 2425 

Bitte hängen Sie diese Information im Laser-Labor aus und nehmen Sie dieses in die Unterweisung auf.

Laserschutzbeauftragte

Informationen und Hinweise für Laserschutzbeauftragte an der TU Berlin.

OStrV

Der Schutz der Beschäftigten bei der Arbeit vor tatsächlichen oder möglichen Gefährdungen ihrer Gesundheit und Sicherheit durch optische Strahlung aus künstlichen Strahlungsquellen umfasst den Anwendungsbereich der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV). Die Gefährdungen betreffen insbesondere die Augen und die Haut.

Fachkundige Personen: Laserschutzbeauftragter

Montag, 27. November 2017

Am 18.10.2017 wurde die "Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung" (OStrV) in wenigen Bereichen geändert.
Insbesondere wurde §5 Fachkundige Personen, Laserschutzbeauftragter die Aufgaben der Laserschutzbeauftragten präzisiert.
Statt bisher der möglicherweise auch missverständlichen Aufgabenformulierung des Laserschutzbeauftragten die "Sicherheit der Lasereinrichtung zu gewährleisten" heißt es nun (Auszug, fett = neu):

"Der Laserschutzbeauftragte unterstützt den Arbeitgeber

  1. bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach § 3,
  2. bei der Durchführung der notwendigen Schutzmaßnahmen nach § 7 und
  3. bei der Überwachung des sicheren Betriebs von Lasern nach Satz 1."

Damit werden die Aufgaben deutlicher umschrieben, die Verantwortung (des Vorgesetzten) bleibt klar. Dies wird von SDU begrüßt.

Eine Gegenüberstellung des OStrV a.F. (alte Fassung) mit der ab dem 24.10.2017 geltenden Fassung der OStrV finden Sie beispielsweise auf der Webseite buzer.de von Daniel Liebig (siehe URL: https://www.buzer.de/gesetz/9356/v210176-2017-10-24.htm).

Quellen:

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