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TU Berlin

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Optische Strahlung

Bühne und Band
Bühne und Band
Lupe

Die optische Strahlung umfasst kohärente Strahlung (Laserstrahlen) sowie andere Arten künstlicher optischer Strahlung, wie ultraviolette, sichtbare und infrarote Strahlung.

Der Schutz vor optischer Strahlung umfasst Maßnahmen zum Schutz vor kohärenter Strahlung sowie inkohärenter künstlicher optischer Strahlung.

Einführende Hinweise

Freitreppe mit Lichtkunst
Freitreppe mit Lichtkunst
Lupe

„Künstliche optische Strahlung findet sich an den meisten Arbeitsplätzen. Viele Strahlungsquellen stellen nur ein geringes oder kein Schadensrisiko dar, und einige ermöglichen ein sicheres Arbeiten am Arbeitsplatz“ (EU 2011, S.8). Quellen künstlicher optischer Strahlung sind zum Beispiel die Beleuchtung des Arbeitsbereichs / Arbeitsplatzes, die Anzeigen von Geräten und (Computer-) Bildschirme (siehe EU 2011, S.7).

Die Richtlinie 2006/25/EG legt die Mindestsicherheitsanforderungen hinsichtlich der Gefährdung der Arbeitnehmer durch künstliche optische Strahlung fest. Die Richtlinie ist in deutsches Recht über die "Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStr)" umgesetzt ist.

"Die Verordnung gilt zum Schutz der Beschäftigten bei der Arbeit vor tatsächlichen oder möglichen Gefährdungen ihrer Gesundheit und Sicherheit durch optische Strahlung aus künstlichen Strahlungsquellen. Sie betrifft insbesondere die Gefährdungen der Augen und der Haut (OStr)." (OstrV, § 1, Abs. 1)

Die Richtlinie unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten der künstlichen optischen Strahlung: Laserstrahlung und inkohärente Strahlung. Bei Laserstrahlung  handelt es sich in der Regel um einen Strahl einer einzigen Wellenlänge (siehe EU 2011, S.7).

Hinweis: Europäische Union Hrsg., 2011. Ein unverbindlicher Leitfaden zur Richtlinie 2006/25/EG über künstliche optische Strahlung. Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Luxembourg.

Rechtliche Grundlagen

Recht
Recht
Lupe

Die Rechtsgrundlage zu künstlicher optischer Strahlung bildet das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG).

Die gesetzlichen Vorgaben werden mit der „Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung" (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung - OStrV) untersetzt.

Hierzu wiederum gelten die „Technischen Regeln zur Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung" (TROS) zu der die "TROS Inkohärente Optische Strahlung" (TROS IOS) gehört.

OStrV

360 Grad Deckenspiegel
360 Grad Deckenspiegel
Lupe

Am 19.7.2010 wurde die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung in Kraft gesetzt.

Diese staatliche Verordnung nimmt sich der Vielfalt der künstlichen optischen Strahlungen und deren gemeinsamen Gefährdungen insgesamt an. Sie setzt einen Rahmen für den Arbeitsschutz mit grundsätzlichen Schutzzielen. Viele bis dahin schon bestehende berufsgenossenschaftlichen und technischen Regeln und Normen werden durch die Arbeitsschutzverordnung ergänzt.

TROS

Die Technischen Regeln zur Arbeitsschutzverordnung (TROS) umfassen derzeit die „TROS Inkohärente Optische Strahlung“ (TROS IOS).

TROS IOS

Lichttechnische Kontrolle
Lichttechnische Kontrolle
Lupe

Die "TROS Inkohärente Optische Strahlung" (TROS IOS) besteht aus (4) Teilen: Einem allgemeinen Teil und drei inhaltlichen Teilen.

Im November 2013 wurden die Technische Regel zur Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (TROS-IOS) verabschiedet und in Kraft gesetzt.

Die jeweiligen Teile können konkret zur Gefährdungsbeurteilung, zu Maßnahmen zum Schutz von Gefährdungen und zum Messen und Berechnen von Expositionen herangezogen werden.

Wo tritt künstliche optische Strahlung auf?

Laserexperiment
Laserexperiment
Lupe

Die künstliche optische Strahlung umfasst „inkohärente optische Strahlung“ (ultraviolette, sichtbare und infrarote Strahlung) und die „kohärente optische Strahlung“ (~ Laser).

Quellen künstlicher optischer Strahlung sind beispielsweise:

  • Laserstrahlung - Lasereinsatz in der Forschung
  • Hochtemperaturprozesse - bei der Glas- und Metallherstellung
  • Tageslichtscheinwerfer, Projektionseinrichtungen, Scheinwerfer – im Bereich Theater und Event für Lichteffekte
  • UV-Bestrahlung für Eindringflüssigkeiten – bei der Zerstörungsfreien Prüfung
  • Schweißlichtbogen  - in Werkstatt, an Schweißarbeitsplätzen, Schweißroboter
  • UV-Bestrahlung  Entkeimungsanlage zur Abwasseraufbereitung
  • Lichtstarke LED - Beleuchtung

Was ist künstliche optische Strahlung?

Lichtkunstwerk
Lichtkunstwerk
Lupe

Die optische Strahlung ist ein Teil des elektromagnetischen Spektrums. Dieses Spektrum wird unterteilt in ultraviolette Strahlung, sichtbare Strahlung und Infrarotstrahlung. Die TROS IOS gilt hier für einen Teil des elektromagnetischen Spektrums; der künstlichen optische Strahlung zwischen 100 Nanometer bis 1 Millimeter.  Künstliche optische Strahlung ist jede optische Strahlung, die von künstlichen Strahlungsquellen ausgeht.

Wie ist grundsätzlich nach der OStrV vorzugehen?

Baustelle
Baustelle
Lupe

Gefährdungsbeurteilung (OStrV § 3): Gibt es im Verantwortungsbereich künstliche optische Strahlung, Expositionen sind zu ermitteln und zu bewerten. Eine Gefährdung ist gegeben, wenn Expositionsgrenzwerte (OStrV § 6) überschritten werden. Hersteller und Inverkehrbringer sollten grundsätzlich auch Informationen zur Gefährdung und Bestrahlungsstärke liefern (OStrV § 2, Abs. 6)).

Ggf. sind  ansonsten eine mögliche Überschreitung von Expositionsgrenzwerten durch Berechnung oder Messung vorzunehmen.

Schutzmaßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung der Gefährdung sind durchzuführen (OStrV § 7).

Regelmäßige Unterweisungen der Beschäftigten (mindestens jährlich) sind zu veranlassen.

Gefährdungsbeurteilung erstellen

Vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten (unabhängig von deren Anzahl) ist die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und schriftlich zu dokumentieren.
Bei Exposition durch künstliche optische Strahlung sind diese Unterlagen mindestens 30 Jahre aufzubewahren.
Gefährdete Bereiche des Körpers der Mitarbeitenden sind insbesondere die Haut und die Augen.

Sind zu den spezifischen optischen Strahlen weitere Gesetze, Verordnungen, und Technische Regeln bekannt, sollten diese herangezogen werden. Es sind  auch entsprechende TU-Regelungen heranzuziehen, beispielsweise  für Laser.

Warnzeichen

Warnzeichen W027 und W004
Warnzeichen: Warnung vor optischer Strahlung (W027) und Warnung vor Laserstrahl (W004)
Lupe

Erstcheck (Minimalcheck)

Ampel mit Grünsignal
Ampel mit Grünsignal
Lupe

Wenn keine technischen Regeln bekannt sind, muss zumindest zunächst vom Fachgebiet (FG) eine Art minimale "Erstcheck" durchgeführt werden:

 

Erstcheck
Ja
Nein
Entspricht das Arbeitsmittel dem Produktsicherheitsgesetz (mit CE-Kennzeichnung)?
 
 
Sind Firmenhinweise, Betriebsanleitungen, etc. vorhanden und werden diese befolgt?
 
 
Werden in Arbeitsbereich oder die Mitarbeitenden in der Nachbarschaft durch künstliche optische Strahlung belastet oder gefährdet?
 
 
Sind wirksame Abschirmungen (u.a.  zu benachbarten Bereichen) vorhanden?
 
 
Werden im Arbeitsbereich spiegelnde Oberflächen vermieden?
 
 
Werden geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA) verwendet, beispielsweise Schutzbrille, Schutzkleidung?
 
 
Wurde eine Betriebsanweisung erstellt, gibt es regelmäßige dokumentierte Unterweisungen?
 
 
Ist eine arbeitsmedizinische Beratung bezüglich künstlicher optischer Strahlung erfolgt?
 
 

Für eine Beratung im konkreten Fall wenden Sie sich gerne an SDU.

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