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TU Berlin

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Tragbare Leitern und Tritte

Anlegeleiter
DGUV I 694 S. 14, Bild 5 Rollleiter
Lupe

Die Benutzung einer Leiter oder eines Trittes erscheint für viele Personen erst einmal banal zu sein, da vermutlich in der Mehrzahl der Haushalte so etwas anzutreffen sein dürfte.
Trotzdem ist die Unterweisung für alle potentiellen „Nutzenden“ vorgeschrieben.(siehe Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. 2007, „Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“).
Unfalluntersuchungen auch an der TU Berlin hatten ergeben, dass bei schweren Unfällen mit Leitern (analog mit Tritten) zum Teil diese Hilfsmittel falsch aufgestellt oder auch falsch zusammengesetzt waren. Die richtige Handhabung – auch bei Eile – ist also wichtig.

Wann einsetzen?

Dreiteilige Mehrzweckleiter
DGUV I 694 S 13, Bild 2 Anlegeleiter
Lupe

Grundsätzlich können Leitern und Tritte bei Arbeiten eingesetzt werden, die:

  • nur kurzzeitig stattfinden
  • einen geringen Umfang haben und
  • nur eine geringe Gefährdung besteht.

Bei der Einschätzung ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist zu berücksichtigen:

  • der Schwierigkeitsgrad und
  • die Dauer der Arbeit,
  • der benötigte körperliche Aufwand,
  • sowie ob und wie viel Material und Werkzeug auf der Leiter mit zu führen ist.

Sollten Arbeiten an der TU anstehen, die darüber hinaus gehen, muss im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung geprüft werden, ob durch den Einsatz eines anderen Arbeitsmittels (Gerüst,…) eine größere Sicherheit gewährleistet werden kann.

Pflichten

Bei der Benutzung von Leitern und Tritten haben Sie (bzw. Ihr/e Vorgesetzte/r) folgende Pflichten:

  • Nur Leitern und Tritte zur Verfügung stellen oder selbst benutzen, die den in DGUV Information 208-016 Anhang 1 aufgeführten Regeln der Technik entsprechen und nach ihrer Bauart für die jeweils auszuführende Arbeit geeignet sind,
  • Sich über die Gefährdungen beim Umgang mit Leitern und Tritten informieren und die Beschäftigten angemessen unterweisen,
  • Sicherstellen, dass Leitern und Tritte wiederkehrend auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden.

Um genauere Informationen zu erhalten, schauen Sie sich bitte „DGUV Information 208-016“ an. Auch eine Anweisung zur Auswahl von Leitern und Tritten finden Sie in „DGUV Information 208-016“ im Abschnitt 3.1.

Unterweisungen

Den Unterwiesenen soll verdeutlicht werden, dass auch schon Unfälle in geringen Höhen zu bleibenden Beeinträchtigungen der Gesundheit führen können.
Auf Veranlassung durch den/die Vorgesetzte sind alle Mitarbeitenden, die Leitern oder Tritte während der Arbeit benutzen, mindestens einmal jährlich oder anlässlich bestimmter Vorkommnisse (z.B. nach einem Unfall oder dem Einsatz neuer Leiterbauarten) zu unterweisen.

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Unterweisung - wesentliche Punkte

Piktogramme
DGUV I 694 S 32, Abbildung 42 Piktogramme
Lupe

In der Regel sollte die Unterweisung folgende Punkte beinhalten:

  • sicherer Transport der Leiter zum Einsatzort,
  • Hinweise zur bestimmungsgemäßen Benutzung (unter Einbeziehung der an der Leiter angebrachten Piktogramme),
  • bauartspezifische Hinweise,
  • Hinweise zu besonderen Bedingungen des Einsatzortes,
  • Hinweise auf zusätzliche Gefährdungen (z.B. innerbetrieblicher Verkehr, Witterungseinflüsse, Bleuchtung…),
  • ausreichendes geeignetes (rutschsicheres) Schuhwerk,
  • Materialfluss und –verteilung bei Leiterarbeiten berücksichtigen (auch die max. Belastung).

Bei der Unterweisung von Tritten kann dieses erfahrungsgemäß in ca. 10 Minuten „abgehandelt“ werden (z.B. im Anschluss nach einem Dienstgespräch, etc.), wichtige Punkte dabei könnten sein:

  • Wo steht der Tritt (und muss anschließend dort wieder hin)?
  • Gibt es bei dem Transport zum „Einsatzort“ etwas zu beachten?
  • Wie wird der Tritt richtig mechanisch aufgestellt (Leiterschenkel mit Sperre, dabei ohne Fingerklemmung)?
  • Aufstellung im rechten Winkel zur Regalfläche.
    Beim Herausnehmen aus dem Regal von mehreren Dingen den Tritt ggf. neu positionieren (nicht schräg „Herüber-Hangeln“).
  • Kann ein überraschendes Türöffnen zur Gefährdung werden (dann z.B. Tür auffällig für die Zeit markieren)?

Dokumentation

Das Ergebnis der Unterweisung ist mit Datum und Unterschrift des / der Unterwiesenen schriftlich festzuhalten und zentral dauerhaft aufzubewahren.

Sachkenntnisse bei der Prüfung von Leitern

Anlage mit Checkliste
Lupe

Ausgehend von den Fragen auf der letzten SB-DUB Vollversammlung vom 09.04.19 zum Thema „Prüfung von Leitern und Tritten“ möchten wir hier mit weiteren Informationen zur Klärung beitragen.

Die Verantwortung für die Verkehrssicherheit von Leitern und Tritten, wie auch bei den anderen Betriebsmitteln, trägt der/die Fachgebietsleiter/in, bzw. der/die entsprechende Vorgesetzte im Bereich außerhalb der Fachgebiete.

Leitern und Tritte müssen vor jeder Benutzung auf einen ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden. Dabei handelt es sich um eine Sicht- und Funktionsprüfung. Diese Prüfung ist eine kurze Prüfung wie sie auch bei anderen Betriebsmitteln vorgenommen wird. Dazu ist jeder, der Leitern und Tritte verwendet, in der Lage; ein kurzer Blick auf die sicherheitsrelevanten Teile.

Die regelmäßig wiederkehrende Prüfung soll durch eine geeignete sachkundige Person durchgeführt werden. Diese Befähigung ist gegeben, wenn die erforderliche Fachkenntnis vorhanden ist.  Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Formulierung „erforderliche“ Fachkenntnis. Diese richtet sich nach vielen Faktoren.

„Erforderliche“ Sachkenntnis ist bei kleinen Leitern mit wenigen Stufen oder bei Tritten erheblich geringer als bei großen komplexen Leitersystemen. Die erforderliche Fachkenntnis wird aber größer, wenn  z. B. mit Leitern größere Höhen erreicht werden müssen, wenn zusätzlich technische Anbauteile vorhanden sind, wenn auf ihnen etwas transportiert wird, wenn spezielle Leiterfüße benutzt werden, usw.; wenn also ein höheres Gefahrenpotential bei der Benutzung vorhanden ist. Hier gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die eine Rolle spielen können.

Sollte sich eine Person nicht für befähigt halten, eine Prüfung durchzuführen,  so  muss die Befähigung erworben werden oder die Prüfung muss durch eine andere Person durchgeführt werden. Für jede Leiterprüfung einen Lehrgang zu besuchen, ist nicht gefordert und wäre auch oft völlig überzogen. Wir empfehlen Ihnen das AUM 1.8 mit seinem Anhang bei einer Prüfung zugrunde zu legen.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich.

Regelung und weitere Informationen

Die Regelung an der TU ist enthalten im

Für weitere Hinweise zur Benutzung von Leitern und Tritten, deren Prüfung und Instandhaltung, sowie deren Transport und Aufbewahrung, weisen wir auf die DGUV Information 208-016 hin:

DGUV Information 208-016

DGUV 208-016
Lupe

Die DGUV Information 208-016 Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten gibt erläuternde Hinweise zu den Vorschriften der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) über die Bereitstellung und Benutzung von tragbaren Leitern und Tritten (Quelle DGUV).

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(030) 314 - 21610
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