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TU Berlin

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Arbeitsschutz in Werkstätten

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Hinweise und Informationen zum Thema Arbeitschutz in Werkstätten.

Gefährdungsermittlung in Werkstätten

Nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes ist der Arbeitgeber verpflichtet eine Gefährdungsermittlung am Arbeitsplatz durchzuführen. Als Hilfsmittel zur Erstellung dieser Gefährdungsermittlung hat SDU Checklisten entwickelt. Hier eine Auswahl für den Arbeitsplatz "Werkstatt":

Betriebsanweisungen / Unterweisungen

Elektrische Gefährdungen

Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

Gefahrstoffe in der Werkstatt

Lärmschutz

Maschinen und Versuchsanlagen

Sicherheit von Werkzeugmaschinen - Minimalmengenschmierung

Lupe

"Bei der Verwendung von Kühlschmierstoffen in Werkzeugmaschinen können Brand- und Explosionsgefahren entstehen (...). Mit diesen Risiken befasst sich das Forschungsprojekt "Prüfstand Flammensperre" des Fachbereichs Holz und Metall der DGUV, dessen erste Ergebnisse in Bezug auf die Bearbeitung mit Minimalmengenschmierung (MMS) nun vorliegen."

Schanz, P. & Sefrin, H., 2016. Sicherheit von Werkzeugmaschinen. BGHM-Aktuell, 2016(5), S.12–13, URL: https://www.bghm.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/2016_5_BGHM_01.pdf

Werkstattnutzung durch Studierende und WM (Ampelkonzept)

Alleinarbeit in Werkstätten

Alleinarbeit liegt vor, wenn eine Person allein, außerhalb von Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen, Arbeiten ausführt (siehe auch GUV-Regel „Grundsätze der Prävention“ GUV-RA1, 2.7.2). Diese Alleinarbeit kommt im Arbeitsalltag verschiedentlich vor und stellt an sich kein gesondertes Arbeitsschutzproblem dar. Wichtig ist grundsätzlich, dass von dort (z.B. über Telefon oder Handy) oder in der Nachbarschaft die Möglichkeit besteht, in einer Notsituation Hilfe (z.B. TU-Notrufnummer 3333) herbeizurufen.

Gefährliche Arbeiten sind solche, bei denen eine erhöhte Gefährdung aus dem Arbeitsverfahren, der Art der Tätigkeit, den verwendeten Stoffen oder aus der Umgebung gegeben ist“ (siehe GUV-RA1, 2.7.1). Als gefährliche Arbeiten gelten z.B. Schweißen in engen Räumen, Feuerarbeiten in Brand- und explosionsgefährdeten Bereichen, Fällen von Bäumen, der Einsatz bei der Feuerwehr, Arbeiten mit Absturzgefahr etc.
Hat man es bei gefährlichen Arbeiten zugleich mit Alleinarbeit zu tun, so sind über die allgemeinen Schutzmaßnahmen hinaus geeignete technische oder organisatorische Personenschutzmaßnahmen durch den/die verantwortliche(n) Vorgesetzte(n) zu treffen.

Facharbeitende in ihrer Werkstatt - keine gefährlichen Arbeiten
Facharbeitende bei ihrer „normalen“ Arbeit in Werkstätten werden grundsätzlich nicht als Verrichter von gefährlicher Arbeit angesehen. Die Gefährdungsstufe wird nicht als kritisch sondern als gering oder als erhöht eingestuft (siehe dazu auch: GUV-I 5032 „Notrufmöglichkeiten für allein arbeitende Personen“).
Auch bei umsichtigen und erfahrenden Werkstattmitarbeitenden kann natürlich trotzdem plötzlich die Notwendigkeit auftreten, dass Erste-Hilfe-Maßnahmen und dazu zusätzliche Hilfe notwendig werden. Kann beispielsweise durch lautes Rufen bewirkt werden, dass aus benachbarten Räumen Personen zu Hilfe gerufen werden, so ist dies schon ein wichtiger Teil der „Rettungskette“. Auch sollte in jeder Werkstatt ein Telefon (am besten „schnurlos“) leicht erreichbar und/oder ein Handy vorhanden sein, mit dem ein Notruf abgesetzt werden kann.

Facharbeitende in abgelegenen Werkstätten – Maßnahmen erforderlich
Bei abgelegenen Werkstätten wird von SDU zusätzlich empfohlen, dass durch einen leicht erreichbaren zentralen Notaus (z.B. in Form eines Schalters mit Zugseil oder Fußschalter) die Maschinen abgeschaltet werden können und ggf. durch ein akustisches Signal (bei Auslösung) aus einem besetzten Bereich des Fachgebietes Hilfe herbeigerufen werden kann (Anforderung hierzu formlos an IVC 2 -Herrn Wille- stellen). Auch können alternativ zeitgesteuerte Kontrollanrufe mit Personen des Fachgebietes vereinbart werden.

Für Studierende und WM ist Alleinarbeit in Werkstätten tabu
Für Personen ohne einschlägige Facharbeiterausbildung (z.B. Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeitende) muss dagegen wegen fehlender Kenntnisse und Erfahrung Werkstattarbeit weitgehend als gefährliche Arbeit angesehen werden, für sie ist Werkstatt-Alleinarbeit tabu! Auch nach gründlicher Einweisung ist grundsätzlich die Anwesenheit von Fachpersonal notwendig.

Für die Zeit von Umrüst- und Einrichtvorgängen an Werkzeugmaschinen, bei denen schwere Maschinenteile bewegt bzw. eingepasst werden müssen, kann eine zweite Person als Mithilfe notwendig sein.

Werkstatt – Pool
Da ständige Alleinarbeit teilweise sozial als belastend empfunden wird, sollte möglichst überlegt werden, ob aus mehreren (einzeln besetzten) Werkstätten des Institutes oder der Fakultät möglicherweise ein „Werkstatt-Pool“ gebildet werden könnte.